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Lux-Open in Luxembourg |
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Am Freitag, den 20.August machten wir uns auf den Weg nach Luxembourg zu den Lux-Open. Als wir einige steile Berge und
4 Stunden später auf dem Gelände ankamen, herrschte bereits buntes Treiben auf dem Zelt- und Campingplatz. Wohnwägen und
Zelte wurden in den jeweiligen Landesfarben der 12 teilnehmenden Nationen geschmückt und man lernte tolle neue Leute kennen.
Wir freuten uns auf die beiden folgenden Tage, auch wenn ich mir mit meiner kleinen Border Collie Hündin Sunday, die gerade
2 Jahre alt geworden war, keine großen Chancen ausrechnen konnte. Am Samstagmorgen versammelte sich um kurz vor 8 ein
hochkarätiges internationales Starterfeld zur Parcoursbegehung. Meine Schwester Lisa schätzte den Parcours- wir starteten
mit dem A-Lauf nach der Begehung als machbar ein, während ich innerlich entschlossen hatte, einen schönen Trainingslauf
daraus zumachen. Lisa und Booba starteten mit der Nummer 52 relativ früh und legten einen tollen Lauf hin. Nach einer
langen Geraden ging es allerdings nicht auf die Wand, sondern in den direkt daneben liegenden Sackstofftunnel, wovon Booba
allerdings nicht sehr viel hielt, Dis. Schade!
Trotzdem: ein sehr schön anzusehender Lauf, der auch mit einigem Beifall belohnt wurde. Ich kam mit der Startnummer 123
erstaunlicherweise bis zur selben kniffligen Ecke, hatte bis dato nur eine Verweigerung am Slalom auf meiner Punktekarte und
ging aber an genau der gleichen Stelle ins Dis. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Dennoch war ich sehr zufrieden mit Sunday,
da sie noch ein unerfahrener A1-Hund ist und die Open-Läufe alle mindestens (!)A3 Niveau hatten=). Im Jumping legten Lisa
und Booba einen tollen, schnellen Null-Fehler Lauf hin und konnten sich Platz6 von 212 Large-Startern sichern, wobei ihr von
Platz 6 zu Platz 2 nur 0,8 Sekunden fehlten. Ich hatte da weniger Glück. Sunday befand die dünnen und sich extrem biegenden
Plastikslalomstangen als ziemlich gefährlich und verweigerte den Slalom komplett. Im Rest des Parcours war sie sehr führig
und kam wunderbaren an den gewünschten Stellen. Samstagabend.... Große Party ab 21Uhr am Parcoursplatz mit Live-DJ,
Tanzfläche und einer Cocktailbar, die der Stärke der Cocktails nach mehr Alkohol als Säfte zur Verfügung hatte. ;-) Es wurde
gelacht, getanzt, gesungen und natürlich getrunken und wir hatten einen tollen Abend. Der Morgen danach holte uns allerdings
viel zu früh wieder zurück auf den Boden der Tatsachen zurück. 1.Parcourbegehung um 07:30 Uhr!!! Absicht?! ;-)
Nach der Parcoursbegehung war uns klar, dass dieser Jumping definitiv der schwierigste war, der uns bis dato untergekommen
ist. Nach jedem Sprung sah der Hund in ein anderes Tunnelloch, in das er natürlich NICHT reingehen sollte. Trotzdem legte
Lisa einen genialen Null-Fehlerlauf hin -naja, bis zum drittletzten Hindernis. Wir staunten alle nicht schlecht, als sie
stehen blieb, sich an den Kopf fasste und verzweifelt nach der Hindernisnummer 17 suchte. Booba wartete einen Augenblick ab
und ließ sich dann gehorsam in den FALSCHEN Tunnel schicken. Braver Booba, trotzdem Dis. Das kann doch nicht wahr sein!
Soweit kam ich mit Sunday gar nicht. Nach Hindernis Nr. 3 wollte ich sie auf den Slalom ausstellen und musste aber
feststellen, dass dieser Parcours einfach keinen Platz zum Ausstellen bot falsches Hindernis - Dis. Der Rest lief dem
Parcours entsprechend chaotisch, doch ich hatte ja nichts anderes erwartet. Neuer Parcours, neues Glück. Letzter Lauf: A-Lauf.
Ein toller, runder Parcours, den ich eventuell sogar mit dem durchgeknallten schwarzen Monster bewältigen könnte. Booba lief
wieder vor mir und ging trotz genialer Führweise über den falschen Sprung nach der A-Wand. Und da ich meine Schwester ja lieb
habe und alles mit ihr teile, hab ich ihr das mal gleich nachgemacht. Dis am gleichen Hindernis.... Ansonsten wieder, wie
auch sonst, ein toller Lauf und sogar mit fehlerfreiem Slalom! Ich war sehr stolz auf Sunday, denn auch wenn wir 4-mal ins
Dis liefen, war sie sehr führig und kontrolliert und es hat Spaß gemacht mit ihr zulaufen. Lisa ließ sich außerdem zusammen
mit Laura Grosser mit ihrem Bearded Collie "Enya" und Edda Fieber mit ihrem Coton De Tuleas "Motte" im Team werten und
erreichten von 49 Teams einen sagenhaften 5.Platz in der Gesamtwertung. Im großen und spannenden Finale siegte in der
Kategorie Large der Franzose Sébastien Allerme mit seinem Malinois Upand Go unter lautem Anfeuern eindrucksvoll und der Lauf
wurde zu Recht gefeiert. Nach der Siegerehrung ging es gegen 20:00 Uhr ab Richtung Heimat, denn am nächsten Tag war ja wieder
der ganz normale Schulalltag angesagt. Wir danken den Luxembourgern für ein tolles Wochenende und freuen uns auf nächstes
Jahr!
Susanne Kremer
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